Zukunft!

Welche Bilder entstehen in deinem Kopf, wenn du an die Zukunft denkst?

Als ich mir diese Frage heute selbst stellte, kamen ehrlich gesagt kaum Bilder auf. Früher schien meine Fantasie grenzenlos – doch sie kreiste vor allem um Besitz. Um Dinge, die ich in meinem Leben ansammeln wollte. Ganz ähnlich der alten Sparkassen-Werbung aus den 90er-Jahren: Mein Haus, mein Auto, mein Boot. Zwei spießige Typen sitzen sich gegenüber und präsentieren einander ihre Konsum-Trophäen.

Was in meinen Gedanken damals kaum vorkam – und das muss ich mir heute eingestehen – war die Frage, in welcher Gesellschaft ich eigentlich leben wollte.
Die Sicherheit, jederzeit einen Arzt aufsuchen zu können. Einen guten Job zu haben – bis zur Rente. Von dieser Rente später auch leben zu können. Oder die Angst, am Monatsende vielleicht nicht einmal genug Geld für Essen zu haben.
Und über all dem schwebte die große Sorge: dass vielleicht sogar Krieg ausbrechen könnte.

All das schien undenkbar.
Bis jetzt!?

Dinge verändern sich. Und wir merken, wie abhängig wir sind.
Abhängig von Strukturen. Abhängig voneinander.

Wir sind groß geworden in einer Welt, die uns scheinbar alle Möglichkeiten bot. In einer Welt, in der wir viele Rechte haben. Doch diese Welt beginnt sich gerade um 180 Grad zu drehen.

Aus einer Gesellschaft des Rechts könnte eine Gesellschaft des Stärkeren werden – wenn wir nicht handeln.

Die häufigste Antwort darauf lautet:
„Was können wir schon tun?“

Und ja, wir leben in einer Gesellschaft, die sich selbst für sehr erwachsen hält. In der jeder Einzelne darauf konditioniert wurde, für sich selbst zu sorgen.
Du gehst zur Schule. Du gehst arbeiten. Für das Alter wird ebenfalls gesorgt.
Du musst nur gut und fleißig sein – was auch immer das genau bedeuten soll. Am Ende des Monats bekommst du dein Geld, von dem du gut leben kannst.

Doch dieses Prinzip wird brüchig.

Um eines klarzustellen: Uns geht es hier in Deutschland noch immer verdammt gut.
Aber wir ziehen uns zunehmend in eine Ecke zurück – wie ein dick gefüttertes Hauskaninchen, das glaubt, am nächsten Tag gefressen zu werden.

Unser Leben ist außergewöhnlich privilegiert. Dafür können wir dankbar sein.
Doch es gibt keine Garantie, dass das so bleibt.

Die einzige Absicherung ist jeder einzelne Mensch, der sich als Teil einer Gesellschaft begreift – und auch so handelt.

Deshalb möchte ich gemeinsam mit euch über eine Zukunft sprechen, in der wir sicher und glücklich leben können.

Lasst uns Ideen entwickeln, wie eine solche Zukunft aussehen könnte.
Lasst uns lernen, Dinge einzuordnen und zu bewerten.
Gemeinsam.

Und lasst uns mit ganz kleinen Schritten beginnen.

Realität entsteht durch Sprache.
Deshalb ein erster, einfacher Impuls: Achte auf deine Sprache.
Ist sie einladend – oder abgrenzend?

Deine Sprache entsteht aus einem Denkraum.
Und dieser Denkraum ist deine Realität.

Werde dir deiner Sprache bewusst – sie ist der erste Schritt. 

Eure Barbara

Anhang:

Immer wieder drängen sich mir Parallelen zu Michael Endes Die unendliche Geschichte auf. Phantásien – die Welt der Kindlichen Kaiserin und von Atréju – wird vom Nichts bedroht und beinahe ausgelöscht, weil die Menschen aufgehört haben zu träumen. Doch Phantásien kann nur existieren, solange Menschen Fantasie besitzen und ihre Träume lebendig halten.

Wer diese Geschichte noch nicht kennt, dem lege ich dieses Buch ans Herz – eine Reise in eine abenteuerliche Fantasiewelt, die zugleich eine tiefgründige Erinnerung an die Bedeutung menschlicher Vorstellungskraft ist.

Dieses Bild „Zukunft“ wurde mit ChatGPT erstellt – ein Thema, dem ich mich ebenfalls widmen möchte.